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Montag, 4. November 2013

Jenny will mich anheuern

Seit einigen Wochen lebe ich ohne Joyclub-Profil. Jede Woche fragt Tabsie mich, ob ich es vermisse. Ich verneine jedes Mal. Wie sollte ich den Joyclub auch vermissen, wenn ich stattdessen bei LinkedIn E-Mails wie die folgende bekomme?

Hallo Toni,

mein Name ist Jenny Fröhlich und meine Aufgabe bei WebSun ist der Bereich Talent Search & Management. Wir sind stets auf der Suche nach motivierten und talentierten Menschen, die Freude an Strategieentwicklung, -architektur, Agile Management und neuen Herausforderungen haben.

Durch dein Profil habe ich nicht nur einen sympathischen Eindruck von dir als Person, sondern auch das Gefühl, dass du bei WebSun ein inspirierendes Umfeld finden könntest. Deshalb würde ich gerne auf diese Weise mit Dir Kontakt aufnehmen. Es wäre mir eine Freude, dich mal ganz unverbindlich kennen zu lernen und dir WebSun, unsere Philosophie sowie unsere Denk- und Arbeitsweise näher vorzustellen.
Bei dieser Gelegenheit würde ich selbstverständlich gerne mehr über dich und deine Pläne für die Zukunft erfahren.

Was denkst du über ein persönliches Treffen oder einen ersten Austausch am Telefon in der nächsten Zeit?

Dir einen schönen Tag und ich freue mich von dir zu hören!

Viele Grüße,
Jenny
Ein kurzer Blick in Jennys Profil verrät: Sie ist Mitte 20, hat lange blonde Haare und ein offenes, herzliches Lächeln.

Eigentlich war ich nicht auf der Suche nach einem neuen Job, aber jetzt würde ich mich schon sehr gern mit Jenny über unsere meine Zukunftsaussichten unterhalten.

Donnerstag, 31. Mai 2012

In guten Händen

Würdest du nicht auch gern wissen, wie deine Zukunft aussieht? Was du morgen machst, wen du nächste Woche triffst, wie du im Alter lebst? Klar, das wäre paradox und vielleicht sogar schädlich, aber die Vorstellung reizt dich trotzdem, oder?

Das Problem mit Vorhersagen für die Zukunft: Irgendwelche Spielverderber haben sie alle schon durchgetestet und dabei festgestellt, dass sie nichts taugen. Nichts, wirklich gar nichts, nicht mal ansatzweise. Alles Humbug, Betrug und Abzocke.

Doch seit kurzem scheint ein neuer Stern am Himmel der Horoskopie, eine neue Methode der Zukunftsvision, ein radikaler Ansatz, der einfach funktionieren muss. Und er ist eng mit seiner Entdeckerin verknüpft: Martha Olschewski, Deutschlands führende Genitalleserin und Betreiberin von www.astro-genital.de.

Die Idee ist so einfach wie genial: Was bringt das Handlesen, wenn ein anderes Körperteil viel mehr über uns verrät? Ist doch klar, dass deine sensible Vagina viel empfänglicher für Wellen aus der Zukunft ist als deine Hand! Selbst wenn deine Hand oft in deiner Vagina steckt. Und völlig logisch, dass dein Penis viel auskunftsfreudiger als deine Hand ist, wenn eine wissende Astrologin ihn nach deiner Zukunft befragt.

Martha Olschewski drückt es selbst so aus:
Jedermann lässt sich seine Zukunft aus den Händen lesen.
Aber wussten Sie schon, dass sich auch mit der fachmännischen Analyse Ihres Penises oder Ihrer Vagina einiges über Ihre Zukunft herausfinden lässt?
Stimmt! Und Martha Olschewski muss wissen, wovon sie spricht, schließlich hat sie diese Kunst von ihrer (georgischen) Mutter und ihrer Großmutter gelernt, die sie praktischerweise gleich darauf aufmerksam gemacht haben, dass das Genitallesen nichts Anrüchiges oder Verwerfliches an sich hat. Auf diese Weise hat sie seit 1992 Menschen die Zukunft vorhergesagt und bietet seit einigen Jahren ihre Dienste auch im Netz an.

Ihre Genitalanalyse beantwortet u. a. die folgenden Fragen:


  • Wer bin ich und wie wirke ich auf meine Umgebung?
  • Welche bewussten und unbewussten Wünsche bestimmen mein Leben?
  • Welche Talente habe ich und welcher Beruf passt zu mir? 


Eine Internetberatung kostet beim ersten Mal nur 40 Euro, nachfolgende Sitzungen werden günstiger. Als echte Serviceleistung listet ihre Seite gleich die Fotos auf, die du einschicken musst, damit Martha Olschewski dir deine Zukunft liest. Wichtig ist, dass man beim Penis die Adern und bei der Vagina die Klitoris sieht - sonst kann es ja nichts werden.
Natürlich gibt es auch eine persönliche Beratung, falls das gewünscht ist. Dann schaut Martha Olschewski sich das Ganze mal aus der Nähe an.

Wer nun denkt "Geile Sache! Aber leider habe ich gerade keine Kohle...", der sei auf Martha Olschewskis Großzügigkeit verwiesen. Sie glaubt nämlich an das astrologische Talent in jedem Menschen, so dass du die Genitalleserei auch von einem guten Freund oder deiner besten Freundin durchführen lassen kannst. Sie könnten nach einer kurzen Einführung problemlos die nötigen Parameter feststellen. "Eine zweite, objektive Person ist immer hilfreich, besonders für Neueinsteiger auf diesem Gebiet", fasst Martha Olschewski es treffend zusammen.

Alle Infos zur autodidaktischen Genitalastrologenausbildung finden sich auf der Seite. Es ist etwa wichtig zu wissen, dass linksausgerichtete Blutpenisse häufig sensibler als rechtsausgerichtete sind. Oder dass Frauen mit größeren inneren Schamlippen besonders sensibel für ihre Umwelt sind und gut auf andere eingehen können, was ihnen im sozialen Miteinander sehr zum Vorteil gereicht. Solche Grundlagen muss man draufhaben, wenn man auf der nächsten Babyparty punkten möchte.

Gibt es schon Ergebnisse?
Hat jemand konkrete Genitalleseerfahrungen mit Frau Olschewski gemacht?
Oder zumindest an sich selbst mal geguckt, wie das Wetter morgen wird?

Samstag, 10. März 2012

Mittwoch, 30. März 2011

Übergang

Es geht los: Die ersten kleinen Fältchen auf meiner Stirn und um meine Augen sind da. Also Schluss mit dem Kinderkram?

Sonntag, 2. November 2008

Eine sehr angenehme Geschichte

Zuerst eine gute Nachricht: Ich habe meinen Cockring wiedergefunden! Letzte Nacht entdeckte ich zufällig vor dem Zähneputzen in meinem Kulturbeutel. Damit ging nach zwei Wochen meine rastlose Suche zu Ende, die ich begonnen hatte, als Bibi bei mir zu Gast war und ich das Schätzchen (den Ring, nicht Bibi) gerne eingesetzt hätte. Jetzt wird alles gut.

Nun eine noch bessere Nachricht: Tabea! Dieser Name müsste als gute Nachricht eigentlich genügen, jedenfalls wenn ihr über sie wüsstet, was ich weiß. Wir hatten inzwischen 5 Dates, nein Treffen, denn Dates sind das nicht mehr. Von diesen 5 waren 4 in ihrer Zauberhütte, in des mir leicht fällt, die Welt drumherum zu vergessen und nur noch sie, ihren leckeren Tee und den Holzofen zu sehen, in dem sie übrigens immer noch keine Kinder verbrennt. Das Erstaunlichste an ihr ist nicht ihr Auge für tolle Fotomotive, ihr Sprachtalent oder ihre Zukunftspläne, sondern die Tatsache, dass sie mich nach so kurzer gemeinsamer Zeit so gut aushalten kann. "Angenehm" ist das Wort, welches sie halbironisch gerne für mich verwendet. "Sehr angenehm", kann ich ganz ernsthaft nur erwidern. Mit gespannter Vorfreude sehe ich unseren nächsten gemeinsamen Stunden und Tagen entgegen.

Es grüßt,
das QT :-)