Sonntag, 2. Oktober 2016

Bibi is back...

Liebe 15-Minuten-Fangemeinde (haben wir noch eine?) ;-) In den letzten Jahren bin ich von der hier aktiven Schreiberin, zur stillen Leserin geworden. Was unter anderem damit zu tun hatte, dass mein Beziehungssex irgendwann nun nicht mehr so wahnsinnig spannend war, dass ich ständig davon hätte berichten müssen und andererseits damit, dass meine Prioritäten auch lange woanders lagen, als beim Schreiben und/oder Vögeln. Bei meiner Arbeit, bei meinem Hund, bei mir selbst. Viel hat sich getan in den letzten sieben Jahren. Ich teilte sie mit einem wunderbaren Mann, der irgendwann aber mehr Bruder und Freund für mich war, als Partner. Woraufhin ich mich vor einigen Monaten - sehr schweren Herzens - dazu entschloss, die Beziehung zu beenden. Schweren Herzens deshalb, weil ich wusste, dass ich ihm weh tun würde. Aber auch leichten Herzens, deshalb, weil ich mich in einen anderen Mann verliebt hatte. Er war nicht der Hauptgrund, weshalb ich die Beziehung beendet hatte, aber er war sozusagen das Tröpfchen, welches das Fass dann schlussendlich zum Überlaufen gebracht hatte. Und der „grösste Fehlgriff“ aller Zeiten ;-)

Aber vielleicht von etwas weiter vorne: vor mehr als 1.5 Jahren habe ich hier darüber gebloggt, dass Jörg und ich zukünftig eine offene Beziehung führen werden. Im Prinzip war dies der Beginn des „Niedergangs“ unserer Beziehung. Nicht, weil offene Beziehungen per se schlecht wären, aber ich habe - wenn ich es mir ehrlich eingestehe - festgestellt, dass ich erst bereit bin zu teilen, wenn ich einen Menschen nicht mehr von ganzem Herzen liebe. Und Jörg zu teilen, bereitete mir so gar keine Probleme. Im Gegenteil, ich war neugierig, von seinen Begegnungen zu erfahren, es schmerzte mich nicht, wenn ich wusste, dass er bei einer anderen Frau war. Ihm allerdings ging es anders. Für ihn war unsere offene Beziehung auf Dauer keine Lösung und nach einer mehrwöchigen Trennung versuchten wir es wieder mit dem klassischen Beziehungsmodell. Nur klappte das dann allerdings für mich nicht mehr wirklich und nach einigen Monaten, begann ich Jörg zu betrügen. Darauf bin ich nicht stolz. Aber für mich war unser Sex schon länger nicht mehr befriedigend. Wir beide waren faul und wenig kreativ geworden, Jörg aber noch mehr, als ich. Reden half immer nur kurzfristig etwas und irgendwann liessen wir es dann sein, über unser Sexleben zu diskutieren und der Sex selbst wurde auch immer weniger und kürzer. Mir fehlte das Kribbeln, die Aufregung, die Spannung. Mir fehlte die Leidenschaft und das Feuer. Jörg und ich hatten mal so guten, wunderbaren und erfüllenden Sex. Sex, bei dem er auf mich eingegangen war, sich Zeit genommen hatte für mich und meine Lust. Aber das war lange her. Und hinzu kam auch, dass ich mich plötzlich zu jüngeren Männern hingezogen fühlte. Dies begann noch, während Jörg und ich uns in der offenen Beziehung versuchten. Mich hatten bis zu jenem Zeitpunkt immer nur ältere Männer interessiert und eines Tages wurde ich bei Joyclub von einem - damals noch 23-jährigen, heute mittlerweile 25-jährigen - angeschrieben. Ich wollte seine Mail schon löschen, sah mir dann aber doch sein Profil an. Und was ich sah, gefiel mir sehr gut. Sven wirkte älter, sehr männlich, war über 1.90m gross, hatte volle, sinnliche Lippen und einen gutgebauten Körper. Er sah sehr verführerisch aus und er reizte mich. Also antwortete ich ihm. Und ich bereute es nicht. Mehr dazu bzw. zu Sven in meinem neuesten Beitrag, der bald folgen wird.

Auf jeden Fall war Sven der Beginn, oder der Auslöser meines Faibles für jüngere Männer. Seit nun knapp zwei Jahren, treffe ich mich fast ausnahmslos mit Männern, die deutlich unter meinem eigenen Alter (33) liegen. Ich hatte jede Menge guten, teilweise sogar grandiosen Sex. Und ich hatte wieder Erwarten sehr selten schlechten Sex. Mittlerweile bin ich zur Ansicht gelangt, dass Leidenschaft und Lust an der Lust des Gegenübers so gar nichts mit dem Alter zu tun haben. Warum auch, ich selbst liebte es schon mit 16, einen Mann oral zu verwöhnen. Ausdauer hat wohl aber des Öfteren mit dem Alter bzw. dem älter werden zu tun. Denn seit ich nur noch jüngere Männer treffe, habe ich wesentlich längeren Sex. Fast ausnahmslos alle meine „Dates“ konnten es stundenlang und immer wieder mit mir treiben, während Männer in meinem Alter oder älter - zumindest meiner Erfahrung nach -, diesbezüglich sehr selten mithalten konnten. Überhaupt nicht. Hinzu kommt auch, dass die heutigen jungen Männer fast ausschliesslich sehr gesundheitsbewusst sowie sportlich sind und dementsprechend hinreissende, wunderschöne Körper haben. Es sind allerdings nicht nur diese „Oberflächlichkeiten“, die mich an jüngeren Männern anziehen bzw. mich für sie begeistern. Da gibt es noch einige andere Dinge. Für mich sind junge Männer wie Hengste auf der Fohlenweide. Dort dürfen junge Pferde - zumindest bei artgerechter Haltung - die ersten zwei Jahre mit ihren Geschlechtsgenossen in Gruppen auf der Wiese rumtollen. Ihnen zuzusehen ist eine wahre Freude. Sie sind sorglos, unbelastet, fröhlich, voller Energie, neugierig, kraftvoll und verspielt. Und genauso nehme ich sehr viele junge Männer auch wahr. Es sind nicht nur ihre wohlgeformten Körper und ihre Ausdauer, es sind ebenso jene Eigenschaften, die mich für sie einnehmen. Und ich denke nicht, dass sich das so schnell wieder ändern wird. ;-)

Samstag, 28. November 2015

Doktorspiele

"Lust auf Doktorspiele?"

"Au ja."

"Ok. Ich bin Fachärztin und du Kassenpatient und das erste Date gibt es frühestens in 6 Monaten."

Quelle

Samstag, 22. August 2015

Weniger Schwanz als gedacht

Nach dem Hack von Ashley Madison (eine Anmeldung wird nicht empfohlen) sprechen die Hacker bei Vice über ihr Werk. Erstaunlichste Erkenntnis für mich: Nur ein Drittel aller Bilder auf der Seite waren Schwanzbilder. Für eine Seitensprung-Plattform ist das ein niedriger Wert, besonders da angeblich 95% der Profile von Männern waren - was mich wiederum nicht überrascht.

Mittwoch, 24. Juni 2015

Hundesteuer geprellt

Du siehst so harmlos aus… aber du bist so eine Sau. Das macht mich an. Ich werde deine läufige Hündin sein.
Das hört man doch gern.

Meine Hündin war ein sehr aufgeschlossener DWT aus Berlin, dessen Joy-Profil bei mir sämtliche Sicherungen durchbrennen ließ, so dass ich trotz meiner durchwachsenen Erfahrungen mit Männer-Dates ein Treffen mit ihm ausmachte. Ich sollte es nicht bereuen.

Mit der üblichen Nervosität betrat ich seine Wohnung durch die angelehnte Tür, entledigte mich meiner Schuhe und ging wie vereinbart direkt ins Schlafzimmer, wo er schon auf mich wartete. Er stand vor dem Bett, mit dem Rücken zu mir, so dass ich sein Outfit betrachten konnte: High Heels, Netzstrümpfe, String-Tanga, ein halb-transparentes Top und natürlich eine schwarze Perücke. Seine grell rot geschminkten Lippen sah ich erst später, denn in diesem Moment interessierte mich nur, ob er schon so hart war, dass sein Schwanz schon aus dem Tanga herausschaute. Aber der Reihe nach.

Ich der Macho, er die Nutte, so war der Deal zwischen uns. Ich sollte ihn benutzen, ihn erniedrigen und an ihm herumspielen, wie es mir gefiel - und mir gefällt einiges, wie ich ihm im Vorfeld klar machte. Ihm ging's genauso, also mussten wir auf gegenseitige Tabus oder Moralvorstellungen wenig Rücksicht nehmen. Das kam unseren gemeinsamen Absichten zweifelsfrei entgegen.

Gesagt, getan. Ich fummelte also an seinem Arsch, rieb seinen harten, großen Schwanz in meiner Hand, begrapschte seine Eier und wählte die passenden Worte dazu. Arschfotze, Schlampe, Hure, Straßenköter, Dreckstück, Fickloch, Analmatratze ... ihr wisst schon. Was zwei Männer eben nach vier Minuten zueinander sagen. Die kleinen Happen versauter Kommunikation gefielen ihm ganz gut, so dass wir uns alsbald steigerten, bis er mir beichten musste, wie viele ... nun, verschweigen wir die Details hier lieber, denn das ist schließlich eine Familienshow.

Schnell steckte ein Finger in ihm, bald darauf der zweite. Mit jedem Stoß wurde er härter, und ich auch. Er flehte darum, mich lecken zu dürfen, bis ich seinem Wunsch nachgab. Jetzt war er voll in seinem Element, denn er wollte gar nicht mehr aufhören, mich mit seiner Zunge zwischen meinen Backen zu verwöhnen. Gibt es sowas wie Deep Facesitting? Arschgeil war gar kein Ausdruck für ihn. Ich kostete es aus und drückte ihm fest meinen gespreizten Arsch ins Gesicht, während meine Hände mit seinem Schwanz spielten.

Und da ich ein guter Macho sein wollte, befahl ich ihn trotz seines Lecktalents in seine natürliche Hündchenstellung, damit ich endlich ordentlich durchnudeln konnte. Das erste Fläschchen Gleitgel war leer, deswegen griff ich zum nächsten Fläschchen und ergoss es auf sein williges Loch. Doch Pech gehabt: Das war kein Gleitgel, sondern Poppers. Er schrie und rannte ins Bad; ich malte mir aus, wie sehr es wohl brannte.

Danach war die Luft ein wenig raus und wir beschlossen, an dieser Stelle beim nächsten Mal weiterzumachen, denn trotz des ungewollten Feuerwerks hatten wir viel Gefallen aneinander gefunden. Vielleicht gehen wir ja Gassi.

Sonntag, 21. Juni 2015

Minnas Appetit

„Geiler als das klassische Sandwich finde ich doppelvaginal“, sprach die Minna beim Abendessen, so dass mir fast das Würstchen im Halse stecken blieb. Gut, ich wusste grundsätzlich von Minnas Eskapaden, die gern zu Würstchenpartys mit viel Sauce ausarteten, weil die Minna beileibe keine Vegetarierin ist, aber diese anatomische Offenheit kam dann doch überraschend. Eine Menge Gedanken-Ketchup schoß mir jetzt durch den Kopf:

Aber als Salami im Sandwich hast du auch deinen Spaß?

Doppelvaginal ist ja noch schwuler als ein Sandwich!

Mensch, Minna!

Die Minna ist auf einer Abenteuerreise durch die Wursttheken dieser Welt, und je mehr sie entdeckt, desto weiter will sie reisen. Sie erzählte an jenem Abend noch von ihrer Lust auf Mayonnaise, beichtete ihre Neugier auf eigentlich viel zu warmen Sekt und zeigte zum Dessert ihre jüngsten Food-Porn-Bilder her. Mit der Minna lässt es sich herrlich speisen!

Donnerstag, 30. April 2015

Freitag, 13. Februar 2015

Klassisch oder offen?

Vor einigen Jahren wäre es für mich undenkbar gewesen, meinen Partner mit einer Anderen oder gar mehreren anderen Frau zu teilen. Getrieben von Besitzanspruch, Unsicherheit, Verlustangst und den moralischen Gesellschaftsvorstellungen. Es kann doch nicht wahre Liebe sein, wenn man bereit ist, sich gegenseitig zu teilen. Doch kann es wohl, denn Liebe bedeutet für mich mittlerweile auch, sich Freiräume zu lassen, sich gegenseitig das Ausleben von Fantasien zu gönnen, die vielleicht gemeinsam nicht gehen, weil man auch in der schönsten und tollsten Beziehung nicht immer die gleichen Wünsche hat. 

Seltsam, wie fünf Jahre die Denkweise und Einstellung eins Menschen, konkret die meine, verändern können. Ich wollte die Offene Beziehung, unbedingt. Nicht, weil ich meinen Partner nicht mehr attraktiv oder anziehend finden. Auch nicht deshalb, weil der Sex vielleicht nach einigen Jahren nicht mehr ganz so aufregend ist, wie am Anfang einer Beziehung. Ich wollte es, weil ich einfach Angst habe, etwas zu verpassen. Ich fühle mich angekommen im Leben, so zufrieden, glücklich und schön wie nie zuvor. Ich will mich nicht mehr körperlich auf einen einzigen Mann festlegen. Ich will neue Haut, ich will das Prickeln von heissen Flirts, ich will mich ausprobieren, ausleben, erobern, erobert werden. Ich bin wie eine Katze. Ich brauche meine Freiheit, kehre aber immer wieder dahin zurück, wo ich mich wohlfühle, wo ich mich zu hause fühle, wo ich geborgen bin. Das klingt egoistisch, ist es auch. Aber all das gönne ich meinem Partner genauso. Ohne die geringste Eifersucht zu verspüren, wenn er es tut. Im Gegenteil, ich wäre nur zu gerne dabei, sobald sich die passende Gelegenheit ergibt. Ich will zusehen, wie er eine andere Frau fickt und sie im besten Fall mit ihm zusammen verwöhnen, spüren. 

Warum es mich heute nicht mehr stört und warum ich keine Angst oder Eifersucht mehr verspüre? Die einfache Antwort: ich liebe mich, warum sollte mein Partner mich also nicht auch lieben und immer wieder zu mir zurück kehren? Und Sex sowie Liebe haben für mich sowieso noch nie zwangsläufig zusammengehört. Ich weiss, dass mein Partner zurück kommt. Ich weiss, dass ich eine begehrenswerte wie auch gleichermassen liebenswerte Frau und Partnerin bin, bei der er sich genauso wohl fühlt, wie ich mich bei und mit ihm. Und wenn er sich doch mal in eine Andere verliebt? Was dann? Dann ist es so. Das klingt, als wäre es mir gleichgültig. Ist es mir nicht. Aber warum müssen wir denn so krampfhaft an der Vorstellung der ewigen Liebe festhalten? Ich verurteile niemanden, der sich das wünscht und freue mich für jeden, der sie gefunden hat, oder das glaubt. Aber Menschen verändern sich, ihre Bedürfnisse, ihre Lebensweisen, manchmal sogar ihre Charakterzüge. 

Ich möchte meinen Partner an meiner Seite haben, ich habe ihn gerne genau da. Aber er ist nicht mein Besitz und ich ebenso wenig der seine. Ich brauche ihn nicht, bin nicht abhängig von ihm, aber ich will ihn. Und wenn unsere gemeinsame Zeit nicht ewig ist, ist das nicht das Ende, nicht der Weltuntergang, kein Grund, die wundschönen, geteilten Jahre zu bereuen oder schlecht zu reden. Genau mit diesem Bewusstsein nehme ich das „Risiko“ in Kauf. Ist es den möglichen Verlust wert? Ja, ganz egoistisch gesagt, ja. Denn ich will in zehn Jahren nicht frustriert auf der Couch sitzen, langsam welk werden und merken, dass ich meinen Partner dafür verantwortlich mache, dass ich mich nicht so ausgelebt und ausprobiert habe, wie ich es gewollt hätte. Denn dann wird aus der möglicherweise ewigen Liebe nur eine ewige Illusion. Ein ewiges Unterdrücken von Bedürfnissen, oder dann das Befriedigen ebendieser im Geheimen, bei Seitensprüngen. 

Wer weiss, vielleicht denke ich in zehn Jahren wieder ganz anders, aber im Moment könnte ich mir weder mit meinem jetzigen Partner noch mit irgendwem sonst, eine klassische Beziehung vorstellen. Eine offene Beziehung benötigt viel Vertrauen. Nicht nur in den Anderen, vor allem in sich selbst. Und viel Kommunikation, ehrliche Kommunikation. Mein Résumé nach wenigen Wochen offener Beziehung - bei welcher es nur drei Regeln gibt: immer und ausnahmslos „safe“, keine Übernachtung bei Anderen und der Partner bekommt nur zu hören, was er wissen will -, ist, dass es uns gut tut, sehr gut sogar. Wir haben schon immer offen über Sex gesprochen, aber noch nie so ehrlich wie jetzt. Wir haben gemeinsam mehr Sex als früher, wir beleben unseren Sex, wir teilen uns mit, was genau wir wollen, ohne Angst, vor gegenseitiger Verletzung, Kränkung. 

Und hey, für euch hat meine offene Beziehung auch Vorteile liebe Leserinnen und Leser. Denn es ist gut möglich, dass ich jetzt wieder ab und an blogge. Wer will den schon ewig nur von Beziehungssex lesen, nicht wahr? Und darüber gab's ja doch schon den einen oder anderen Post. Auf zu neuen Ufern, auf zu neuen Geschichten.

Sonntag, 18. Januar 2015

Winterschlaf

Da wir uns im Moment ausruhen, um für Energie für ein aufregendes Frühjahr zu sammeln, gibt es an dieser Stelle etwas Fremdmusik.

Mittwoch, 5. November 2014

"Der Phallus bleibt immer von der Heimsuchung des Penis bedroht"

Unbedingt lesen! Der Satz in der Überschrift stammt aus diesem Krautreporter-Interview* mit der ehemaligen Prostituierten Simone. Sie bezieht sich dabei auf die Gedanken einer anderen Simone, Simone de Beauvoir, zur männlichen Lust und all ihren Konsequenzen.

Das Thema Prostitution verdient einen eigenen Beitrag, eigentlich sogar eine ganze Reihe von Beiträgen, aber viel erfrischender als Simone kann man dazu kaum Stellung nehmen. Anders als die meisten Medien malt sie nicht schwarz/weiß, sondern bietet neue Blickwinkel und stellt Fragen, die man in der öffentlichen Diskussion vermisst. Hier spricht eine kluge Frau, die was zu sagen hat.



* Die Krautreporter machen bisher keinen schlechten Job, finde ich.