Posts mit dem Label Natur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Natur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 16. November 2014
Die NSA sieht alles (Droneboning)
Veröffentlicht von
Toni Toronto
um
12:59
10
Kommentare
Schlagworte:
Drone,
ficken,
Meer,
Natur,
NSA,
Outdoor,
Überwachung
Sonntag, 27. Oktober 2013
Tonis Tipps für spielfreudige Paare
Inspiriert von unserem jüngsten Treffen mit Esther und Ferdi habe ich darüber nachgedacht, wie man ein erstes Kennenlernen zu viert außergewöhnlich gestalten kann. Es muss schließlich eine Welt jenseits des bekannten "Dann bis morgen um halb acht in der Pizzeria" geben.
Wie wäre es zum Beispiel mit den folgen Alternativen?
Wie wäre es zum Beispiel mit den folgen Alternativen?
- Das erste Treffen findet in zwei Cafés statt, jeweils zu zweit. Kein Paar verrät vorab, wer wohin geht (das war die Variante, die wir mit Esther und Ferdi gespielt haben).
- Wir organisieren eine Autofahrt zu viert, nach deren Hälfte der Fahrer oder der Beifahrer mit einem Partner von der Rückbank die Plätze tauscht.
- Umweltfreundlicher wäre eine (Rad-)Wanderung oder ein Spaziergang in zwei Zweiergruppen zum gleichen Ziel, aber über unterschiedliche Zwischenhalte. Die Halte können beliebig ausgewählte Orte sein: Eine Sitzbank am Waldesrand, ein See, ein Café, eine Wohnung, ein öffentliches Gebäude oder ein Park.
- Wir gehen zu viert ins gleiche Kino, aber in unterschiedliche Filme. Hinterher setzen wir uns zu viert ins Kinocafé und berichten einander, bei wem das Popcorn zuerst geraschelt hat. Ganz Mutige gehen gleich ins Pornokino, dann leider ohne Popcorn.
- Wer Schnitzeljagden mag und die passenden Ausrüstung hat, kann sich auch dem Geocaching in Zweiergruppen hingeben.
- Oder wie wäre es mit einem Dinner im Dunkeln an zwei getrennten Tischen?
- Wer lieber selbst kochen möchte, lädt zum Dinner zu sich nach Hause: Zwei kochen in der Küche, während die anderen Zwei sich im Nebenzimmer auf das Essen vorbereiten. Wenn das zu unfair ist, müssen die Letztgenannten am Tag danach backen, während die zwei Köche es sich derweil auf der Couch gemütlich machen.
- Wir treffen uns am Fluss, jeweils zwei von uns auf einer Seite. Dann gehen wir spazieren. An jeder Brücke wird gewechselt. Achtung: nur möglich mit Fluss!
Aufmerksame Leser haben sicherlich gemerkt, dass viele dieser Szenarien in der freien Natur spielen. Wer gute Ideen für Innenraum-Spiele hat, möge sie hier mitteilen. Und Ideen fürs zweite Date sind ebenso gern gesehen.
Veröffentlicht von
Toni Toronto
um
20:09
2
Kommentare
Schlagworte:
Abendessen,
Auto,
backen,
Brücke,
Cafe,
Date,
Esther,
Fahrrad,
Ferdi,
Fluss,
Geocaching,
Kino,
kochen,
Natur,
Paar,
Pizza,
Pornokino,
Schnitzeljagd,
Spaziergang,
Umwelt
Freitag, 13. Juli 2012
Im Mainstream
Mainstream: die Hauptströmung, das Etablierte, die Mitte, der Durchschnitt.
Durchschnitt klingt langweilig und stumpf, aber auch beruhigend und bequem. Niemand will Durchschnitt sein, obwohl wir alle davon profitieren. Es gibt auch immer einen Durchschnitt, ob wir ihn wollen oder nicht. Ob es immer eine Schnittmenge gibt und wie groß sie sein könnte, ist eine andere Frage.
Die Mitte klingt viel sympathischer. Viele fühlen sich in der Mitte wohl und werben damit, wenn sie sich dort angekommen fühlen. Die Mitte der Gesellschaft ist besonders beliebt in der Politik. Ich bin gerne in eurer Mitte, ob im Verein oder in der Nachbarschaft. Und wenn ich in ihrer Mitte liege, dann ist das oft zwischen ihren Beinen. Win-win.
Das Etablierte fordert stets zum Niederreißen auf. Ihm lastet der Ruf des Eingestaubten, Verrosteten und Verbohrten an. Was etabliert ist, stellt nur den kleinsten gemeinsamen Nenner dar, lehrt uns unsere Erfahrung - oder wenigstens unser Bauchgefühl. Das Etablierte funktioniert gut, aber es ist nicht neu und schon gar nicht aufregend.
Die Hauptströmung fließt schnell und kraftvoll. Sie reißt viel mit und schwemmt viel hinfort auf ihrem Weg hinab ins Meer, wo sich alles vermischt. Sie beißt sich so lange an Widerständen die Zähne aus, bis diese Widerstände verschwunden sind. Für den flüchtigen Beobachter wirkt sie immer monoton, doch mit der Zeit verändert sie sich, denn sie geht mit ihr.
Was die Hauptströmung aber so besonders macht, sind ihre Nebenarme: die vielen kleinen Seitenströmungen, die sie hervorbringt und die sich neben ihr schlängeln. Diese Abzweigungen entstehen oft an Stellen, an denen man sie nicht erwartet hätte, an denen sie aber wunderbar ins Bild passen. Manche vereinigen sich später wieder mit der Strömung, die sie gebar, manche aber fließen auch parallel dazu, weil es klare Begrenzungen gibt, die sich nicht so einfach überwinden lassen. Und in jeder Strömung schwimmen andere Fische.
Warum schreibe ich das? Weil ich inzwischen weiß, wie sehr ich diese Seitenströmungen liebgewonnen habe. So lieb, dass es mir ohne sie langweilig wäre. Ich mag es, sie zuerst mit etwas Scheu zu entdecken, dann ihr Wesen gründlich zu erforschen, und schließlich zu beobachten, was darin schwimmt, um mich eines Tages vielleicht selbst darin zu tummeln.
Die Reize dieser kleinen Ströme rufen bei mir intensivere Reaktionen hervor als das meist monotone Rauschen des Mainstreams. Ich mag ihre spontane, temporäre, ungezähmte Natur, die sich frischer anfühlt als der von vielen Menschen geformte Hauptstrom. Das Kleine fasziniert mich, weil es nicht vieler Regeln bedarf. Das Ungewöhnliche, das selten Gesehene, das Erstaunende schärft meinen Blick und verschafft mir dadurch auch immer wieder Erregung. Da kommt de Sade ins Spiel:
Variety, multiplicity are the two most powerful vehicles of lust.Ich springe hinein, bade, suhle mich und genieße dabei unbeobachtet von der Masse meine Lust, die sich vor mir ausbreitet - und vor uns, wenn Tabea an meiner Seite badet.
Trotz allem schätze ich den Mainstream als bequemes Fortbewegungsmittel, dessen Größe ich mir auch zu nutzen machen mag. Wie froh war ich, als ich mich nach schmerzvollen Jahren endlich dort angekommen sah! Mainstream muss nichts Schlechtes sein, aber ich bin mir über seine Limitierungen im Klaren. Ich schwimme in ihm, damit ich zwischendrin immer wieder anhalten und eine kleine wohltuende Abzweigung nehmen kann. Im Laufe der Jahre habe ich den großen Wert dieser Umwege für mich erkannt, dennoch sind viele Seitenarme bisher noch unentdeckt, weil ich noch gar nicht über sie nachgedacht, geschweige denn gesprochen habe - nicht mit mir, noch mit anderen. Ich möchte noch oft abbiegen, um mich hinzugeben. Wie gut, dass der Strom nie abreißt.
Veröffentlicht von
Toni Toronto
um
21:10
1 Kommentare
Schlagworte:
abzweigen,
de Sade,
Durchschnitt,
etabliert,
Fetisch,
Fische,
frisch,
Hauptströmung,
Mainstream,
Mitte,
Natur,
Seitenarm,
Strom,
Tabea,
Umweg,
wild
Sonntag, 15. April 2012
Schnupperkurse als Geschäftsmodell
Stell dir das vor: Du schläfst mindestens drei Nächte hintereinander in einem weißen Baumwollhemd, das du anschließend in eine durchsichtige Tüte packst, um seinen - oder besser: deinen - Geruch zu konservieren. Am Samstag nimmst du es dann zu dieser Party mit, wo deine Tüte eine Nummer und eine blaue oder pinke Markierung bekommt. Dann holst du dir einen Cocktail, machst Smalltalk mit den anderen Partygästen und hoffst den Rest des Abends darauf, dass ein anderer Gast irgendwann deine Nummer hochhält, weil er/sie den Geruch deines verschwitzten Hemdes toll fand. Ihr könnt euch riechen, also seid ihr füreinander gemacht - das ist das Prinzip der Pheromon-Partys. Klingt logisch, oder?
Dafür zahlst du dem Veranstalter vorab 30 Dollar, schließlich bietet er den Rahmen und die Begründung für dieses Spektakel: Jeder Mensch mischt sich seinen eigenen Geruchscocktail aus Pheromonen zusammen, um Partner anzulocken. Es läuft bei Seidenspinnern, Borkenkäfern, Honigbienen und Katzen genauso, das sollte doch genug Anreiz sein, um seine Nase in die Schweißhemden fremder Leute zu stecken. Die Natur lügt nicht, und warum sollte man wissenschaftliche Erkenntnisse nicht für die Partnervermittlung nutzen? Der Schwerkraft können wir uns ja auch nicht entziehen*!
Und sowieso! Omma und Oppa wussten es schon immer: Man muss sich riechen können. Dafür zahlt man doch gern.
Also fast. Eigentlich nicht gern. Sogar höchst ungern.
Der persönlicher Körpergeruch hat nämlich vor allem mit den Bakterien auf und in dir zu tun und nicht mit deinen Pheromonen. Ja, der Geruch spielt eine große Rolle für die Anziehungskraft, aber das auf Pheromone zurückzuführen ist genauso wissenschaftlich wie die Penisverlängerung oder die Brustvergrößerung per Vitaminpille. Oder das Entschlackungsfußbad. Oder Nahrungsergänzungsmittel gegen Krebs und Falten. Das sind Dinge aus der Kategorie Bullshit, die einige clevere Leute nutzen, um aus Scheiße Geld zu machen. Möchten wir diesen Leuten unser Partnerglück anvertrauen?
Alternative: Lauf mit offener Nase durchs Leben und beschnupper jeden, der es wert ist! Irgendwann riecht es so gut, dass du stehen bleibst und tief Luft holst - für den ersten Kuss.
Bis dahin das Duschen nicht vergessen!
Ach, und kriegt man wenigstens das T-Shirt am Ende der Pheromon-Party wieder?
* Wie man auf unzähligen Singlepartys sehen kann.
Dafür zahlst du dem Veranstalter vorab 30 Dollar, schließlich bietet er den Rahmen und die Begründung für dieses Spektakel: Jeder Mensch mischt sich seinen eigenen Geruchscocktail aus Pheromonen zusammen, um Partner anzulocken. Es läuft bei Seidenspinnern, Borkenkäfern, Honigbienen und Katzen genauso, das sollte doch genug Anreiz sein, um seine Nase in die Schweißhemden fremder Leute zu stecken. Die Natur lügt nicht, und warum sollte man wissenschaftliche Erkenntnisse nicht für die Partnervermittlung nutzen? Der Schwerkraft können wir uns ja auch nicht entziehen*!
Und sowieso! Omma und Oppa wussten es schon immer: Man muss sich riechen können. Dafür zahlt man doch gern.
Also fast. Eigentlich nicht gern. Sogar höchst ungern.
Der persönlicher Körpergeruch hat nämlich vor allem mit den Bakterien auf und in dir zu tun und nicht mit deinen Pheromonen. Ja, der Geruch spielt eine große Rolle für die Anziehungskraft, aber das auf Pheromone zurückzuführen ist genauso wissenschaftlich wie die Penisverlängerung oder die Brustvergrößerung per Vitaminpille. Oder das Entschlackungsfußbad. Oder Nahrungsergänzungsmittel gegen Krebs und Falten. Das sind Dinge aus der Kategorie Bullshit, die einige clevere Leute nutzen, um aus Scheiße Geld zu machen. Möchten wir diesen Leuten unser Partnerglück anvertrauen?
Alternative: Lauf mit offener Nase durchs Leben und beschnupper jeden, der es wert ist! Irgendwann riecht es so gut, dass du stehen bleibst und tief Luft holst - für den ersten Kuss.
Bis dahin das Duschen nicht vergessen!
Ach, und kriegt man wenigstens das T-Shirt am Ende der Pheromon-Party wieder?
* Wie man auf unzähligen Singlepartys sehen kann.
Veröffentlicht von
Toni Toronto
um
18:47
19
Kommentare
Schlagworte:
Bienen,
Brustvergrößerung,
Bullshit,
entschlacken,
Falten,
Geruch,
Hemd,
Katze,
Krebs,
Nase,
Natur,
Party,
Penisverlängerung,
Pheromone,
schnuppern,
Schweiß,
Schwerkraft,
Sexpartner,
Spinnen,
Wissenschaft
Abonnieren
Posts (Atom)