Anja Schauberger hat verglichen, inwieweit ein gemeinsames Blog wie eine gemeinsame Wohnung ist. Es gibt erstaunlich viele Parallelen:
Wo ziehen wir hin? Welche Nachbarn wollen wir haben? Wie streichen wir den Hintergrund? Wo kleben wir welche Bilder hin? Wer putzt und wer wäscht die dreckige Wäsche? Brauchen wir wirklich so viel Ordnung? Musst du ständig nackt herumlaufen?
Das will alles gut überlegt sein, denn man verbringt fortan viel Zeit mit den lieben Mitbewohnern. Vorwürfe werden nicht ausbleiben ("Wird Zeit, dass du mal wieder bloggst!"), intime Einblicke sind vorprogrammiert ("Ist er nicht viel zu alt für dich?"), Unterschiede treten stärker hervor ("Runkle ist ein toller Name für einen Dildo."). Und wie bei einer echten WG gilt auch bei 15 Minuten: Wenn der Mitbewohner im Nebenzimmer vögelt, wird am nächsten Tag darüber getuschelt.
Wann machen wir die nächste WG-Party?
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Samstag, 28. Mai 2011
Unsere virtuelle WG
Veröffentlicht von
Toni Toronto
um
19:12
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Donnerstag, 29. Januar 2009
Der Sex der anderen
Wer kennt das nicht: Wenn man nicht gerade an den eigenen Sex denkt, dann redet man gerne über den Sex der anderen. Besonders akut wird es, wenn der interessierte Denker ungeplant Zeuge des Geschehens wird. In der Regel passiert das auditiv, in Glücksfällen auch audiovisuell. Will sagen: Ich spitze die Ohren, wenn ich zwei Menschen vögeln höre, ich verständige alle meine Freunde, wenn ich dabei auch noch zugucken kann.
Die schönsten Erlebnisse dieser Art hatte ich vor ein paar Jahren, als ich regelmäßig in der WG meiner damaligen Freundin Lisa übernachtete. Ihre Mitbewohnerin Brigitte hatte einen festen Freund, Dennis; beide zählten auch zu unserem Freundeskreis. Als Studenten im besten Alter waren wir alle vier selbstverständlich sexuell aktiv, jedoch nur paarweise.
Die dünnen Wände in der Wohnung erlaubten uns oft, die entsprechenden Aktivitäten der jeweils anderen live mitzuverfolgen. Wie häufig die beiden Lisa und mich gehört haben, weiß ich nicht, denn sie waren recht verschwiegen, wenn wir auf konkrete Zahlen zu sprechen kamen. Aber für unseren Teil kann ich sagen, dass wir eine ganze Menge an gutem, soliden Studentensex mitbekommen haben. Wenn deren Fenster im Sommer nachts geöffnet war, dann konnte sogar der ganze Innenhof daran teilhaben. Wir hörten Brigittes Stöhnen (Dennis war recht leise) und ihre Anweisungen, das Quietschen des Bettes und jeden Positionswechsel. Es war immer eine Freude, ihre Show zu genießen, besonders wenn wir dadurch selbst auf schmutzige Gedanken kamen. Bei mir war das regelmäßig der Fall, wie man mir im Lendenbereich auch deutlich ansehen konnte.
Die Lustschreie einer guten Freundin live zu hören, war für mich damals eine sehr stimulierende Erfahrung. Das beginnt schließlich sofort das Kopfkino anzuspringen, nicht wahr? Mit Lisa habe ich damals nicht so offen über dieses Gefühl gesprochen, weil sie es vermutlich nicht gerne gehört hätte, dass mich der Gedanke an ihre vögelnde Mitbewohnerin erregt. Statt darüber zu reden, haben wir am Anfang unserer Beziehung einfach mitgemacht bzw. "dagegengehalten", und am Ende der Beziehung, als vieles schon sehr kompliziert war, alle Geräusche einfach so gut ignoriert, wie wir konnten. Das war manchmal nicht möglich, denn Dennis und Brigitte trieben es nicht minder wild, wenn Lisa und ich morgens beim Frühstück saßen, was sich ungefähr einen Meter neben Brigittes Zimmertür ereignete. Entsprechend laut und direkt konnten wir sie hören. Das Timing war dabei einmal so mies, dass Lisa sogar in Tränen ausbrach: Wir hatten ein sehr deprimierendes Gespräch über die Perspektiven in unserer (schon sehr kaputten) Beziehung geführt, als Brigitte und Dennis es drei Meter Luftlinie entfernt richtig krachen ließen. Der Sex der anderen hatte da ganz unerwartete Nebenwirkungen.
Die schönsten Erlebnisse dieser Art hatte ich vor ein paar Jahren, als ich regelmäßig in der WG meiner damaligen Freundin Lisa übernachtete. Ihre Mitbewohnerin Brigitte hatte einen festen Freund, Dennis; beide zählten auch zu unserem Freundeskreis. Als Studenten im besten Alter waren wir alle vier selbstverständlich sexuell aktiv, jedoch nur paarweise.
Die dünnen Wände in der Wohnung erlaubten uns oft, die entsprechenden Aktivitäten der jeweils anderen live mitzuverfolgen. Wie häufig die beiden Lisa und mich gehört haben, weiß ich nicht, denn sie waren recht verschwiegen, wenn wir auf konkrete Zahlen zu sprechen kamen. Aber für unseren Teil kann ich sagen, dass wir eine ganze Menge an gutem, soliden Studentensex mitbekommen haben. Wenn deren Fenster im Sommer nachts geöffnet war, dann konnte sogar der ganze Innenhof daran teilhaben. Wir hörten Brigittes Stöhnen (Dennis war recht leise) und ihre Anweisungen, das Quietschen des Bettes und jeden Positionswechsel. Es war immer eine Freude, ihre Show zu genießen, besonders wenn wir dadurch selbst auf schmutzige Gedanken kamen. Bei mir war das regelmäßig der Fall, wie man mir im Lendenbereich auch deutlich ansehen konnte.
Die Lustschreie einer guten Freundin live zu hören, war für mich damals eine sehr stimulierende Erfahrung. Das beginnt schließlich sofort das Kopfkino anzuspringen, nicht wahr? Mit Lisa habe ich damals nicht so offen über dieses Gefühl gesprochen, weil sie es vermutlich nicht gerne gehört hätte, dass mich der Gedanke an ihre vögelnde Mitbewohnerin erregt. Statt darüber zu reden, haben wir am Anfang unserer Beziehung einfach mitgemacht bzw. "dagegengehalten", und am Ende der Beziehung, als vieles schon sehr kompliziert war, alle Geräusche einfach so gut ignoriert, wie wir konnten. Das war manchmal nicht möglich, denn Dennis und Brigitte trieben es nicht minder wild, wenn Lisa und ich morgens beim Frühstück saßen, was sich ungefähr einen Meter neben Brigittes Zimmertür ereignete. Entsprechend laut und direkt konnten wir sie hören. Das Timing war dabei einmal so mies, dass Lisa sogar in Tränen ausbrach: Wir hatten ein sehr deprimierendes Gespräch über die Perspektiven in unserer (schon sehr kaputten) Beziehung geführt, als Brigitte und Dennis es drei Meter Luftlinie entfernt richtig krachen ließen. Der Sex der anderen hatte da ganz unerwartete Nebenwirkungen.
Veröffentlicht von
Toni Toronto
um
20:57
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