Montag, 26. März 2012

Nachbarschaftspflege

Großes Mietshaus, Sonntagnachmittag gegen halb drei:
Tabea und Toni vögeln sich das Hirn raus. Tabea liegt auf Tonis Bett, mit den Beinen in der Luft und mit der Wut im Gesicht, weil Toni sie nicht kommen lässt. Schon ein paar Mal war sie kurz vor diesem einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt, doch jedes Mal hat Toni plötzlich seine Zunge von Ihrer Kitty genommen und hämisch gegrinst. In der Pause, die dann folgte, fluchte und schimpfte Tabea mit Toni, der sie schnurstracks durch weitere Streicheleinheiten besänftigen konnte. So ging es eine Weile hin und her, bis Toni sich erbarmte und Tabea die ganze aufgestaute Lust hinausschrie. Endlich!

Als Toni danach aufstand und ins Bad ging, kam er an der Wohnungstür vorbei: Sie stand weit offen, weil niemand sie geschlossen hatte. Toni verharrte dort einen Moment, um sich vorzustellen, wie die Schallwellen, die er just mit Tabea produziert hatte, nach draußen in den Hausflur und durch das große Gebäude gedrungen waren. Auf gute Nachbarschaft!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sehr schön..
Eine offene Balkontür, mit Biergarten in 20 Meter Entfernung, vollbesetzt am Sonntag nachmittag, ist auch interessant! Aber statt Applaus gabs nur neidische Blicke..

MfG
Marshall

Toni Toronto hat gesagt…

Verdammte Neidgesellschaft!

tabsie hat gesagt…

Jahaaaaa, die sollen ruhich mal hören, was Du für ein Fieser bist... Im Treppenhaus immer so lieb tun, und dann.....!"§$%&/@)AS²"@*fluch*... sowas.

Lieb Dich trotz dem erst recht :-*

TorD 2.0 hat gesagt…

Du wolltest doch nur das noch ein "Mitspieler" dazu kommt ;-)

Herr_Zimmermann hat gesagt…

Alles halb so wild. Interessant wird's, wenn man dem während wilder Wolllust anklopfenden Dienstherrn das Zivizimmer öffnet, bekleidet mit nix als einem Pariser und einem Bademantel.

Heute würde ich wahrscheinlich unbeeindruckt weitervögeln in der stillen (?) Hoffnung (!), dass er hört, wobei er gerade stört und mit seinem dringenden Anliegen in 'ner Stunde nochmal wiederkommt... Oder vielleicht noch besser in deren zwei. :)

Horrido!
Herr Zimmermann

Toni Toronto hat gesagt…

Das war ja wieder klar: Zimmermann war nicht beim Bund.

tabsie hat gesagt…

...und TorD 2.0. kennt Toni T. offensichtlich besser als der Gemeine Leser :)...

:-P

Herr_Zimmermann hat gesagt…

Klar war der Herr Zimmermann nicht beim Bund - und mal ehrlich: wegen der Ballerei geht doch da auch niemand freiwillig hin. Da bietet jeder ordentliche Schützenverein mehr für's Geld. (Die Panzertruppe lassen wir jetzt mal außen vor, gell. ;-))

Motive für eine Mitgliedschaft beim grünen Fähnlein könnten also noch sein: ausgeprägter Uniformfetisch (wobei: die waren auch schon schnieker...), Masochismus oder / und Hang zur Devotion oder die stille Vermutung, es könnten sich da homoerotische Gelegenheiten bieten.

Zu letzterem möchte ich anmerken, dass sich hierfür in der britischen Armee die besseren Möglichkeiten bieten. Bei Bedarf nenne ich auch gerne die Einheit, zu deren Traditionen es gehört, dann und wann einmal zu sechst einen der ihren mit entblößtem Gesäß auf einen Pubtisch zu zerren und ihn dort nach allen Regeln der Kunst... ja genau.

Wobei ich nicht weiß, ob die auch Deutsche nähmen. Ich bin mir aber relativ sicher: bei der Fremdenlegion fände sich bei Bedarf ein ähnliches Angebot, nur vielleicht noch etwas drastischer.

Stillgestanden!
Herr Zimmermann

PS: Schilder mit der Aufschrift "Bitte treten Sie ein!" wirken bei Bedarf Wunder. ;-)