Freitag, 27. Februar 2009

Sex im fünften Monat

Liebe Freunde der Sinne.

Und vor allem:

Liebe Tabea.

Nachdem Bibi unseren 200. Eintrag (!) geschrieben hat, möchte ich den 201. Eintrag dir widmen. Für mich ist dieser Text noch wichtiger als ein Jubiläumseintrag, weil er von dir und mir handelt. Ich könnte über viele Dinge schreiben, die sich zwischen uns ergeben und entwickelt haben, aber ich werde mich auf den Sex beschränken. Den Rest erzähle ich dir von Angesicht zu Angesicht, weil das für uns beide viel schöner ist. Die Blogosphäre bekommt nur den kleinen, aber wichtigen Teil unserer Welt präsentiert, der sich ums Vögeln dreht.

Vorab möchte ich eins klarstellen: Ich habe Fehler gemacht. Der größte war, dir für dies Blog den Namen "Tabea" zu geben. ;-) Die meisten aber waren kleine Fehler, die wir gemeinsam ausbügeln konnten. Einige davon haben wir schon vergessen, über andere können wir jetzt lachen. Toll ist, dass du mir kein Fettnäpfchen, keinen Missgriff und keine schlechte Pointe übel genommen hast. Toll ist auch, dass unter allen Missgeschicken noch kein geplatztes Kondom war. ;-)
Wir konnten immer offen über alles reden und haben es anschließend besser gemacht. Das war Teil einer Entdeckungsreise, deren Ende wir nicht kennen, auf der wir uns aber immer wohler fühlen. Wie es eine Reise so an sich hat, gab es auch bei uns Unterbrechungen, die wir geduldig auf uns nahmen, obwohl es manchmal zum Haareraufen war. Umso schöner war es jedes Mal, wenn wir uns wieder auf den Weg machten, um Neues zu entdecken.

Wer hätte vorher ahnen können, dass wir so viele gemeinsame Interessen haben? Mir fällt keine Vorliebe* ein, die wir nicht teilen. Sogar das Kitzeln funktioniert zuverlässig. Und wir scheinen gemeinsam zu zaubern können, denn anders kann ich mir nicht erklären, dass sich unser Größenunterschied noch nicht störend bemerkbar gemacht hat. Na gut, anfangs mussten wir bei enigen Abenteuern erst den richtigen Winkel zueinander finden, aber das Problem hatten wr dank learning-by-doing bald im Griff. Und so schaukeln und schwingen wir nun im Gleichtakt durch Bett, Tisch, Couch und Zug.

Ich habe manchmal den Eindruck, du magst meinen Schwanz mehr als ich selbst. Liegt das an der anderen Perspektive, die du hast? Ich finde, er macht sich gut an dir, in dir und mit dir.
Du hast keinen Schwanz, den ich gut finden könnte, aber dafür andere körperliche Attribute, die mich zu Komplimenten hinreißen. Ich bewundere sie heimlich, wenn ich alleine bin, und ganz offen, wenn du bei mir bist. Und zuweilen werde ich sogar recht deutlich an sie erinnert, wenn ich nicht damit rechne.
Kurzum, wir sind hochkompatibel, ohne dass wir uns dafür anstrengen müssten.

Spaß macht es, Lust bereitet es, geil ist es, Neugier bringt es - mit dir. :-)


* Stammleser kennen meine. :-)

Donnerstag, 26. Februar 2009

Es funktioniert!

Was mir Freundinnen seit jeher prophezeit haben klappt wirklich. Zeige Männern vorwiegend die kalte Schulter und locke sie zwischendrin, dann werden sie verrückt nach dir sein. Nur konnte ich das jahrelang nicht, aber jetzt plötzlich beherrsche ich dieses Spiel ausgezeichnet und es macht mir auch noch Spaß! Okay, es funktioniert nicht bei allen, Nils steht wohl nicht auf Jagen und war sozusagen ein Strohfeuer, dafür eines, das heftig gut gebrannt hat. Eigentlich wären wir diese Woche verabredet gewesen, allerdings hat Nils es vorgezogen zu arbeiten, anstatt mit mir zu vögeln. Das Thema Nils ist somit erledigt und eine zweite Chance wird er höchstwahrscheinlich nicht bekommen, denn ich kann mich im Moment kaum vor Anfragen von anderen Seiten retten. Da wäre Patrick, den ich einer Woche wieder sehe, Andreas, der 2. Priorität hat und deshalb wohl noch 2 Wochen warten muss und nicht zu vergessen, meine neueste Eroberung: Dominik.

Dominik ist sogar noch ein Jahr älter als Nils, also 46. Keine Ahnung, warum ich plötzlich wieder eine Faszination für sehr viel reifere Männer entwickelt habe, vielleicht, weil sie solche Mails schreiben:

du hältst mich auf wirklich äußerst angenehme art vom arbeiten ab, schöne frau. das, was du über den reiz des neuen und die lustschmerzen sagst, spricht mich s e h r an. sehr..! vielleicht habe ich mich da etwas unklar ausgedrückt... es ist genau diese grenze, diese gratwanderung, die es auszuloten gilt, die unglaubliche lust verschaffen kann. über eben diese deine bedürfnisse würde ich gerne noch einiges mehr erfahren.

wir sollten uns bald mal treffen, süße bibi in einer bar vielleicht. brauchst dir überhaupt keine gedanken zu machen. ich werde dir nicht zu nahe treten, wenn wir uns begegnen. auch wenn ich bisher etwas… direkter mit dir kommuniziert habe.

wir werden einander lediglich begegnen. ohne direkte berührung. ohne direkten kontakt von haut zu haut. sondern höchstens indirekt. indirekt... durch den stoff hindurch... durch all die feingewobenen schichten hindurch... ...geräusche wird's haben, in der bar, wo wir uns treffen. das ist gut so. sie überdecken. sie tarnen, was nicht an die öffentlichkeit gehört. und sich dennoch in der öffentlichkeit abspielen wird. du wirst an der bar stehen, mit dem gesicht hin zu den verführerisch beleuchteten flaschen. du wirst einen rock tragen. und du wirst v o r mir dort sein. ich werde dir die präzisen koordinaten mit detaillierter wegbeschreibung mitteilen. ich werde dich entdecken. ich werde hinter dich stehen. nahe. wortlos. aber sehr nahe. so, dass du mich spürst. dass du meinen duft wahrnimmst.
du wirst dich nicht umdrehen. du wirst ganz unbefangen weiter dein glas genießen. so, als ob wir einander schon seit langem kennen würden. - was wirst du trinken? - ich werde mir dasselbe getränk bestellen. und ich werde deinen körper mit meinem körper spüren. indirekt... ich werde an dir riechen. in deinem nacken riechen. in deinen haaren. du wirst mich spüren. hinten. deutlich. vorne. suchend. ohne, dass du dich umzudrehen brauchst. ich werde dich fragen, welche bücher du magst, welche musik dich bewegt, auf welche arten du es beim *** am liebsten hast. ein bisschen detaillierter noch, als das, was wir bereits von unseren präferenzen wissen. wir werden uns entspannt miteinander unterhalten. nicht nur übers ***. auch über irgendwelche belanglosen dinge. nicht laut. nicht hastig.

niemand wird sehen, wenn meine hand gelassen ihren weg sucht. ich werde daran denken, was du mir geschrieben hast. so wie ich jetzt gerade daran denke. und ich werde es... nicht tun. nicht dort... ich spüre und sehe meine lust auf dich. ich sehe meine lust an mir... überdeutlich. ich mag dich, liebe bibi. ich mag dich. das, was dein gesicht erahnen lässt, die feinheiten, deine verletzbarkeit, deinen lebenshunger, deine zarten saiten... ich möchte deine zarten saiten zum schwingen bringen... deine seele wärmen... dein herz ein klitzeklein wenig öffnen... bevor ich dir mit meinem finger... einen millimeter entfernt sanft über deine lippen streiche, deine lippen... beinahe... ertaste, deine lippen... beinahe... berühre, beinahe... öffne... deine lippen,... d i c h ... öffne... ich werde dich dort in der bar öffnen. ohne dich zu berühren. spürst du die wärme meiner finger? die nähe meiner finger? obwohl sie dich nicht berühren...
dir dort in der bar zwei finger... in gedanken... hineinschieben. zwei finger, welche du mir vorher... in gedanken... abgeleckt hast. unauffällig. liebevoll. etwas in dir rühren... in gedanken... und die finger wieder langsam, unendlich langsam aus dir herausziehen... in gedanken... ohne, dass es jemand merkt. und genüsslich daran riechen. sie ablecken. und sie wieder in dich hineinschieben... in gedanken... während ich mich gelassen mit dir unterhalte... und meine lenden von hinten an dich presse. an deinen vollen, prallen, weichen, einladenden, verführerischen, lockenden... arsch... so, dass du ihn spürst... an deinem arsch... durch all die feingewobenen stoffschichten hindurch. eindeutig. unverwechselbar. wie er fett und dick und hart und gierig... zwischen deinen hinterbacken... nach außen drückt... angeschwollen... fett und hart… an deinen weichen hinterbacken hin- und herreibt... leicht pumpend stößt... reibt... unauffällig, ganz unauffällig, ganz langsam,... aber deutlich spürbar für dich. ohne direkte berührung... ich brauche keine direkte berührung, um die hitze und die feuchtigkeit und die... gier zu erahnen.

ja, ich will dich haben. und ich werde mir nehmen, was ich will. ich will dein fleisch, dein herz, deine seele. bis zu deinem herz hinauf sollst du ihn spüren. unbändig und hart,... wie er dich er-füllt, er-füllt, tief er-füllt... - lust kann äußerst intensiv sein. hahaha... diese i n t e n s i v e lust sollst du spüren. lange. haha. und daran verbrennen. du sollst daran verbrennen. ich werde dafür sorgen, dass du a l l e deine öffnungen angenehm-intensiv spürst. während du ihn in dir drin hast. und auch noch tage danach, wenn du wieder ganz seriös deiner arbeit nachgehst...

behutsam-bestimmte umarmung.
von hinten.
so, dass du i h n spürst.

--- und nun zeig mir mehr von dir… zeig mir mehr von deinem f l e i s c h ich möchte mehr von deinem fleisch sehen… ---

Tja, ich vermute mal, das könnte eine äußerst prickelnde Begegnung werden. Vielleicht noch feuriger als mit Nils. Und was bekommt Dominik für eine Antwort? Natürlich eine zurückhaltende und schon gar keine Fotos von meinem Fleisch. Ich tue was ich will und dann wann ich es will. Ich bestimme die Regeln und ich sage die Richtung an. Die Zeiten, in denen Männer das taten, sind vorbei.

Dienstag, 24. Februar 2009

Zu zweit glücklich

Es ist jetzt ca. vier Monate her, dass Tabea und ich uns zum ersten Mal getroffen haben. Seit ein paar Wochen weniger sind wir fest miteinander verbandelt, wobei uns beiden wichtig ist, dass "fest" im allerbesten Sinn gemeint ist; wir wollen uns nicht in den Freiheiten einschränken, mit denen wir durch unsere Welten wandern.

Da das hier ein Sexblog ist, wird sich der geneigte Leser fragen, wie viel sexuelle Eigenständigkeit wir uns nach ein paar Monaten zugestehen. Anders ausgedrückt könnte die Frage aufkommen: "Besteht noch Hoffnung, dass ihr es mal krachen lasst und ich euch am Wochenende zur Natursekt-BDSM-Bareback-Party im Club XXX treffe?".

Die kurze Antwort: Äh, grad nicht.

Die lange Antwort: Bibi wird eher ihren Drogendealer tatsächlich daten, als dass wir auf Natursektparties gehen. Und auch weniger ausgefallene Formen der Multisexualität sind im Moment kein Thema. Wir haben zwar die Freaks schon einige Mal getroffen und dabei verlockende Angebote für Filmszenen et cetera bekommen, aber dies wurde von uns immer mit einem Augenzwinkern begleitet. Wir haben zur Zeit immer noch viel Neues an unserem zweisamen Sexleben zu entdecken, so dass die Frage einer potenziellen Potenzerweiterung noch nicht gestellt hat.

Das mag sich in Zukunft ändern oder auch nicht. Gibt es einen idealen Zeitpunkt in einer Beziehung, um über so etwas zu reden bzw. zu entscheiden? Mal abwarten wie der nächste Filmabend (neue Szenen!) mit den Freaks wird. :-) Mangels Erfahrung weiß nicht, wie weit ich gehen wollte, geschweige denn, was Tabea über all das denkt. Vermutlich ist sie glücklich, solange sie Fotos machen kann. ;-)

Sind wir zu langweilig für einen Sexblog? Nö, sind wir nicht, denn erstens haben wir Sex und zweitens ist der nicht von schlechten Eltern. Aber darüber kann ich ja in einem anderen Beitrag berichten...

Freitag, 20. Februar 2009

Zwischendrin

Irgendwie habe ich es geschafft, zwischen Pferdekauf, Pferdetraining, Steuererklärung, Nils und Andreas heute noch ein Date mit Patrick reinzuquetschen. Vielleicht liegt das daran, dass Nils Freundin sowieso erst nächste Woche weg ist, ich so wenig Einkommen und Vermögen habe, dass die Steuererklärung eine Sache von 30 Minuten ist, oder Andreas gerade mächtig viel zu tun hat. Wie auch immer, der Abend mit Patrick war sehr unterhaltsam. Ich war fast ganz seriös. Irgendwie sind wir aber nach 2 Stunden plaudern auf das Thema Tantra gekommen, von da zu Squirting bis zum Geschmack von Sperma und der Frage, wie lange Sex dauern sollte. Nachdem auch die schmutzigen Details mehr oder weniger besprochen waren, war uns Beiden klar, dass wir wenigstens noch ein ganz kleines bisschen unanständig sein wollten. Der Abschied gestaltete sich deshalb in Form eines sehr prickelnden Zungenkusses. Womit auch Patricks Frage nach einem Wiedersehen beantwortet war. Außerdem hatte ich so herausgefunden, dass ein solches absolut lohnenswert ist. Patrick ist nicht nur vom Aussehen her absolut mein Typ (halb Brasilianer, dunkle große Augen, milchkaffeefarbene Haut), sondern küsst auch sehr gut. Aber das hatte ich bereits vermutet, als ich seine Lippen gesehen habe. Er hat eine schöne volle Unterlippe und eine geschwungene Oberlippe, auch eher voll. Und absolut weich. Selten habe ich einen Mann mit so weichen Lippen geküsst. Sehr lecker. Prädikat: Vernaschenswert!

Irgendwie furchteinflößend

Paul

Inspiriert durch Patchy Paul.

Der 16. Schwanz

Die perfekte Peniszeichnung? Vielleicht. :-)

Der 15. Schwanz - nicht perfekt

Dies war meiner erster ernsthafter Versuch, die perfekte Schwanzzeichnung hinzubekommen. Leider war auch dieser Versuch ein Griff ins Klo.

Der Schmetterling

Schwanz oder Nase?

Hier habe ich versucht, einen Schwanz zu zeichnen, der zwischen zwei Brüste gleitet. Der Versuch darf als misslungen bezeichnet werden.

Der 12. Schwanz

...ist nicht der Titel eines Sexhorrorstreifens, sondern der Inhalt des folgenden Bildes. Ich hoffe, ich habe mich nicht verzählt. Einige weitere Schwänze werden folgen.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Der Joyclub sucht die Superficker

Seit heute gibt es im Joyclub eine neue Funktion: die Profilbewertung. Ich kann nun bei jedem Profil, das ich anschaue, einen virtuellen Daumen heben oder senken. Wenn ich ganz langweilig sein will, kann ich auch neutral bleiben. Philosophische Betrachtungen zum Informationsgehalt des letzteren erspare ich mir an dieser Stelle.

So wie ich andere bewerte, so stelle ich mich auch selbst dem Wettbewerb und bekomme in einem kleinen Inforahmen mitgeteilt, wer mich zuletzt bewertet hat und wie toll ich insgesamt abschneide. Es lebe die direkte Demokratie! Alle Schweizer werden sich über dieses Feature freuen.

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, kann ich mir auch zufällig ausgewählte Profile zur Bewertung anzeigen lassen. Das habe ich gleich ausprobiert und bekam das Textgenerator-übersättigte digitale Aushängeschild eines Mittvierzigers aufgetischt. "Schade", dachte ich, "mein erster Versuch und gleich 'ne Niete gezogen". Die sich anbahnende Depression belämpfte ich, indem ich alle meine Freunde anklickte und ihnen Topnoten bescherte. Jetzt hoffe ich auf entsprechendes Feedback.

Was hat das Individuum nun davon? Das Wissen um die eigene Beliebtheit (ich setze in einem Anfall von Gleichgültigkeit das Profil mit der Person gleich) ist quasi ein Verstärker: Wenn ich ein tolles Profil habe, weil's mir gerade gut ging, als ich es schrieb, dann bekomme ich auch exzellente Bewertungen, so dass es mir noch besser geht. Bin ich hingehen ein Fan des Textgenerators und verschicke grundsätzlich erstmal Schwanzbilder, dann stimmt irgendwas nicht. Diese Bedrücktheit schägt sich unweigerlich auch auf mein Profil nieder und ich kassiere miese Noten, wodurch meine Stimmung weiter sinkt und ich als Ausgleich noch mehr Schwanzfotos produzieren muss.

Umgekehrt ist es einfacher, andere Profile zu bewerten, denn ich muss nur noch einmal klicken, um mich verständlich zu machen. Diese lästige Kopfzerbrechen, ob und was ich der Person mit dem Spitzenprofil anerkennend schreiben könnte, fällt weg. Ich muss weniger interagieren und das ist gut so, denn dafür bin ich ja auf so einer Seite nicht angemeldet...